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UID:5574-1413@rg-rhein-neckar.gi.de
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SUMMARY:Wie können digitale Identitäten sowohl maximal datensparsam als auc
 h skalierbar gestaltet werden?
DESCRIPTION:Abstrakt:\n\nHeutzutage ist digitales Identitätsmanagement für 
 Einzelpersonen entweder umständlich und fehleranfällig oder führt zu unerwü
 nschten Lock-in-Effekten und verletzt Erwartungen an Privatsphäre und Siche
 rheit. Dezentrale oder selbstsouveräne Identitäten (SSI) sollen eine Lösung
  für dieses Dilemma bieten, indem Nutzer ihre digitale Identität durch masc
 hinell überprüfbare Bescheinigungen in einer digitalen Brieftasche („Wallet
 “) auf ihren Endgeräten verwalten können. Eine entsprechende Lösung wird ak
 tuell auf EU-Ebene im Rahmen der Überarbeitung der eIDAS Verordnung sehr st
 ark vorangetrieben. Wenn digitale Identitätsbescheinigungen in Form von Zer
 tifikaten jedoch einer verifizierenden Partei vorgelegt werden, offenbaren 
 sie in der Regel viel mehr Identitätsattribute als erforderlich und ermögli
 chen die Nachverfolgung der Aktivitäten von Endnutzern über eindeutige Iden
 tifikatoren. Es gibt bereits zahlreiche akademische Arbeiten und praktische
  Lösungen zur Reduzierung oder Vermeidung einer solchen übermäßigen Offenle
 gung von Informationen, von einfacher „Selective Disclosure“ mittels Hashin
 g bis hin zu „Anonymous Credentials“ auf der Grundlage von Zero-Knowledge-P
 roofs (ZKPs). Der Vortrag zeigt zunächst auf, dass aktuellen SSI-Lösungen, 
 die ihren Fokus auf Datenminimierung legen, derzeit noch wesentliche Eigens
 chaften wie skalierbarer Widerruf (Revocation), Zertifikatsverkettung (Cred
 ential Chaining) und Integration mit Secure Elements (Hardware Binding) feh
 len. Anschließend wird aufgezeigt, dass neuere, allgemeinere Formen von ZKP
 s, etwa in der Form von zk-SNARKs, diese Herausforderungen adäquat adressie
 ren können. Die praktische Anwendbarkeit wird anhand einer Implementierung 
 und entsprechenden Performance-Tests auf verschiedenen Endgeräten demonstri
 ert. Anschließend erfolgt eine Diskussion weiterer Vorteile, die ZKPs für S
 SI bieten können, bspw. das Erstellen von "designated verifier proofs". Die
 se ermöglichen neue Designoptionen für die Integration von verifizierenden 
 Parteien in digitale Identitätsinfrastrukturen, die bisher aufgrund der Gef
 ahr von Man-in-the-Middle-Angriffen schwer zugänglich waren.\n\nReferent 1:
 \n\nJohannes Sedlmeir promoviert in Wirtschaftsinformatik an der Universitä
 t Bayreuth und ist seit Oktober 2022 Research Associate am Interdisciplinar
 y Centre for Security, Reliability and Trust an der Universität Luxemburg. 
 Johannes Sedlmeir ist dort Mitglied der Forschungsgruppe FINATRAX (Digitale
  Finanzdienstleistungen und organisationsübergreifende digitale Transformat
 ionen), die von Prof. Gilbert Fridgen geleitet wird. Während seiner Promoti
 on beriet Johannes Sedlmeir bereits mehrere Unternehmen im  Automobil-, Ene
 rgie- und öffentlichen Sektor zu Fragen im erweiterten Umfeld von Blockchai
 n. In seiner Forschung untersuchte er bislang den Energieverbrauch und die 
 Performance von Kryptowährungen und Enterprise Blockchains. Er erforscht au
 ch Lösungen für die übermäßige Transparenz, die viele Anwendungen von Block
 chains in Unternehmen und im öffentlichen Sektor behindert, etwa Zero-Knowl
 edge-Proofs. Außerdem hat Herr Sedlmeir einen Forschungsschwerpunkt auf dez
 entrale digitale Identitäten ("self-sovereign identity") - ein Gebiet, das 
 eng mit Blockchains verbunden ist, sich aber zu einem eigenständigen Thema 
 in Forschung und Anwendung entwickelt hat.\n\nReferent 2:\n\nMatthias Babel
  promoviert in Wirtschaftsinformatik an der Universität Bayreuth, an welche
 r er auch seinen Master-Abschluss in Informatik erhielt. Gleichzeitig ist e
 r wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institutsteil Wirtschaftsinformatik des
  Fraunhofer FIT. Matthias Babel ist Teil des dort ansässigen Blockchain Lab
 ors unter der Leitung von Prof. Jens Strüker. Hier beschäftigter sich in Fo
 rschung und Projektarbeit mit Themen um die Blockchain-Technologie und deze
 ntralen digitalen Identitäten ("self-sovereign-identities"). Meist steht hi
 erbei die Anwendung dieser Technologien und Konzepte im Vordergrund - inbes
 ondere im Energiesektor zur Unterstützung der Energiewende und Dekarbonisie
 rung des Energiesystems. Sein Forschungsschwerpunkt liegt hierbei darin, Ko
 nzepte zu entwickeln, welche die Privatsphäre ihrer Nutzer durch ihr Design
  selbst schützt (privacy-by-design).\n\nDie Präsentation der Vortragenden z
 um Herunterladen (PDF)
LOCATION:SHR Hochschule (Hybrid)
DTSTAMP:20230427T071724Z
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